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Schloss Brake

Schloss Brake

Der lippische Edelherr Bernhard II. veranlasste um 1190 zeitgleich mit der Gründung der Stadt Lemgo den Bau der großen Wasserburg Brake. Um 1280 verlegte Simon I. die Residenz der Edelherren zur Lippe von Rheda nach Brake. Er ließ das »castrum brac« durch eine Wehrmauer sichern und eine Burgkapelle sowie Wirtschaftsgebäude errichten. Seine Nachfolger regierten auf Burg Brake bis 1410. In der Soester Fehde (1447) wurde die Burg erobert. Ab 1536 war sie Witwensitz der Herrschaft Lippe. Gräfinwitwe Katharina zur Lippe ließ nach 1571 den mittelalterlichen Palast sowie das Torhaus in den Formen der Renaissance erneuern. 

Graf Simon VI. zur Lippe verlegte die Residenz von Detmold nach Brake. Er beauftragte den Lemgoer Baumeister Hermann Wulff um 1584 mit dem Bau des neuen Palastes (Nordflügel) und des mächtigen Turmes in den Formen der Renaissance. Im Palast lagen die herrschaftlichen Gemächer, ein großer Festsaal, die Kapelle und die Küche. Im Braker Turm gab es eine exklusive Studierstube mit Geheimgemach sowie die umfangreiche Bibliothek des Grafen. Als begabter Organist beauftragte Simon die Hamburger Orgelbauwerkstatt Scherer mit dem Bau einer prachtvollen Orgel in der Braker Schlosskapelle.

Simon VI. war ein umfassend gebildeter Renaissancefürst. Er hatte am Strassburger Gymnasium studiert und bekannte sich zum Calvinismus. Um die politische Stellung der Grafschaft Lippe im Heiligen Römischen Reich zu behaupten, suchte der calvinistische Graf stets die Nähe zum katholischen Kaiserhof. Er vermittelte für Rudolf II. im niederländischen Unabhängigkeitskrieg und nutzte seine diplomatischen Kontakte zum Erwerb von niederländischen Gemälden für die kaiserliche Sammlung. 1598 wurde Simon VI. zum Reichshofrat, 1608 zum kaiserlichen Kammerherrn ernannt. Er besaß einen repräsentativen Palast mit Dachgarten und Reitertreppe am Hradschin in Prag.

Von der ursprünglichen vier Flügeln des Braker Renaissanceschlosses stehen noch drei. Der Westflügel wurde 1811 abgebrochen. Heute ist Schloss Brake Sitz des Landesverbandes Lippe und des Weserrenaissance-Museums.

Weitere Informationen in der Datenbank „Bauwerke der Weserrenaissance“ Schloss Brake oder unter www.museum-schloss-brake.de.

www.kulturkreis-weserrenaissance.de

„Wie es meinem Herrn gefällt.“

Bauakkord Hermann Wulff, Baumeister Schloss Brake

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Schloss Brake, Ansicht von Südwesten
Schloss Brake, bemalte Vertäfelungsbretter, ursprünglich im Nordflügel
Schloss Brake, Turm und Nordflügel
Hier steht die Bildbeschreibung in deutscher Sprache. Diese gibt es auch in leichter und englischer Sprache.
Schloss Brake, Sündenfallrelief über dem Portal zum Saal
Schloss Brake, Nordflügel mit Portalen zum Saal und zur Hofstube
Schloss Brake, Ansicht von Südosten
Elisabeth von Holstein
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Simon VI. zur Lippe

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Spaziergang rund ums Schloss inkl. Gastronomiebesuch im Restaurant „El Molino“ oder im Café Walkenmühle

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Mehr Information auf:
www.museum-schloss-brake.de

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